Boxspringbett mit Stauraum: Lohnt es sich wirklich?
Ein Boxspringbett mit Stauraum ist eine der cleveren Lösungen, die in kleinen Wohnungen gleich zwei Probleme auf einmal lösen: Du schläfst komfortabel und gewinnst wertvollen Platz, den du sonst verschenkst. In diesem Artikel zeige ich dir, ob sich das wirklich lohnt, was hineinpasst und worauf du beim Kauf achten solltest.
Du erfährst, welche Stauraumvarianten es gibt, wie viel sie wirklich fassen und welche Fehler Erstmieter beim Kauf häufig machen. Außerdem bekommst du einen realistischen Überblick über Kosten und Qualitätsmerkmale, die den Unterschied machen.
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Boxspringbett mit Stauraum genau?

Ein Boxspringbett besteht aus drei Schichten: der Unterbox, der Matratze und dem Topper. Das Besondere beim Modell mit Stauraum ist, dass die Unterbox nicht geschlossen gebaut ist, sondern entweder Schubladen seitlich integriert oder als Bettkasten mit klappbarem Lattenrost ausgeführt wird. Der eigentliche Schlafkomfort bleibt identisch zu einem normalen Boxspringbett.
Schubladen lassen sich von einer oder von beiden Seiten öffnen. Das ist praktisch, wenn du das Bett frei im Raum stellst. Beim Bettkasten hebst du die Matratze samt Lattenrost nach oben, ähnlich wie bei einem klassischen Stauraumbett. Das Fassungsvermögen eines Bettkastens ist deutlich größer und kann bei einem 180×200 cm Bett bis zu 300 Liter betragen.
Ich habe mir für meine 32 m2 in München ein Modell mit seitlichen Schubladen auf beiden Seiten gekauft. Der Aufpreis gegenüber dem Modell ohne Stauraum lag damals bei rund 80 Euro, was sich für mich sofort als sinnvolle Investition herausgestellt hat.
Schubladen oder Bettkasten: Welcher Typ passt zu dir?
Die Wahl zwischen Schubladen und Bettkasten hängt davon ab, wie oft du auf den Stauraum zugreifst. Schubladen eignen sich für Dinge, die du zwei- bis dreimal pro Woche brauchst, etwa Bettwäsche-Wechsel oder Handtücher. Ein Bettkasten funktioniert besser für saisonales Zeug, das du drei- bis viermal im Jahr herausholst. Der entscheidende Unterschied liegt im Komfort des Zugriffs, nicht im Design.
Bei Schubladen brauchst du seitlich Platz, um sie vollständig herauszuziehen. Plane mindestens 50 cm freie Fläche neben dem Bett ein. Bei einem Bettkasten brauchst du diesen seitlichen Raum nicht, dafür musst du zum Öffnen Matratze und Lattenrost anheben, was allein kaum gelingt. Manche Modelle haben einen Gasdruckmechanismus, der das Anheben erleichtert.
Wenn du dein Bett nah an einer Wand stehst, was in kleinen Wohnungen häufig der Fall ist, kann ein Bettkasten sinnvoller sein, weil du dann trotzdem von vorne ran kommst. Schau dir die Sitztruhe mit Stauraum als ergänzende Lösung an, wenn du im Zimmer noch zusätzlichen Platz brauchst.
| Bettgröße | Stauraumtyp | Fassungsvermögen ca. | Preis ab |
|---|---|---|---|
| 140×200 cm | Schubladen | ca. 120 Liter | ab 400 Euro |
| 160×200 cm | Schubladen | ca. 180 Liter | ab 550 Euro |
| 160×200 cm | Bettkasten | ca. 260 Liter | ab 600 Euro |
| 180×200 cm | Bettkasten | ca. 300 Liter | ab 750 Euro |
| 200×200 cm | Bettkasten | ca. 340 Liter | ab 900 Euro |
Wie viel Stauraum steckt wirklich drin und was passt rein?

Das tatsächliche Fassungsvermögen variiert stark je nach Modell und Hersteller. Die Angaben in Litern sind Richtwerte. Entscheidender ist die Innenhöhe der Schublade oder des Bettkastens, die meist zwischen 18 und 30 cm liegt. 18 cm Innenhöhe reichen für Bettwäsche, nicht aber für dicke Winterjacken oder Koffer.
Beim Bettkasten kannst du sperrige Dinge wie einen Rucksack, Rollmatte oder Skijacke einlagern. Schubladen eignen sich besser für flach zusammengelegte Textilien. In meinen Schubladen lagere ich seit dem Einzug zwei Winterdecken und drei Bettwäsche-Sets, was in einem normalen Kleiderschrank mindestens ein volles Regal wegfressen würde.
Achte beim Kauf auf die Angabe der lichten Innenmaße, nicht nur auf die Außenmaße des Bettes. Ein 160×200 cm Bett hat bei manchen Herstellern Schubladen mit weniger als 15 cm Innenhöhe, was den Stauraum stark einschränkt. Wer zusätzlich Ordnung im Kleiderschrank sucht, findet bei den Schrank-Organizer-Ideen gute Ergänzungen für das System.
Das gehört unters Bett: Geeignete Gegenstände
- Winterbettzeug und Sommerdecken
- Handtücher und Bettwäsche-Sets
- Saisonkleidung (Skijacke, Sommerschuhe)
- Selten genutzte Sportausrüstung
- Reisegepäck und Rucksäcke
- Geschenkpapier, Kerzen, Deko-Reserven
| Gegenstand | Empfohlener Typ | Hinweis |
|---|---|---|
| Winterbettzeug | Bettkasten | Ideal, da selten gebraucht |
| Handtücher | Schubladen | Gut zugänglich, kein Falten nötig |
| Saisonkleidung | Bettkasten | Platzsparend verpackt lagern |
| Decken & Kissen | Schubladen | Schnell greifbar im Alltag |
| Sportausrüstung | Bettkasten | Sperrig, passt gut bei Bettkasten |
| Reisegepäck | Bettkasten | Flacher Koffer passt oft rein |
Kauftipps: Worauf du bei Qualität und Budget achtest
Das Budget für ein solides Boxspringbett mit Stauraum sollte realistisch bei mindestens 500 bis 700 Euro liegen, inklusive Matratze und Topper. Günstigere Modelle unter 400 Euro haben häufig Schubladen aus dünnem MDF, die nach einem Jahr anfangen zu quietschen oder schlecht laufen. Der Bezug aus Microfaser oder Webstoff ist pflegeleichter als Kunstleder und wirkt hochwertiger.
Kontrolliere vor dem Kauf unbedingt die Lieferbedingungen. Boxspringbetten werden oft in mehreren schweren Paketen geliefert. Aufbau kostet extra, lohnt sich aber bei 80 kg Gesamtgewicht. Viele Online-Händler bieten Aufbauservice für 50 bis 100 Euro an. In meiner Wohnung habe ich das Bett mit einer Freundin aufgebaut, was gut zwei Stunden gedauert hat und ohne zweite Person kaum möglich gewesen wäre.
Vermeide Kompromisse bei der Matratze. Ein günstiges Boxspringbett mit guter Matratze schlägt immer ein teures Bett mit billiger Matratze. Plane daher das Gesamtbudget von Anfang an, nicht nur den Bettpreis. Wenn du noch weitere Möbel für deine erste Wohnung suchst, lohnt sich ein Blick auf das HEMNES Regal von IKEA als platzsparende Ergänzung im Schlafzimmer.
Checkliste: Das musst du vor dem Kauf prüfen
- Maße prüfen: Passt das Bett durch Tür und Treppenhaus?
- Stauraumtyp festlegen: Schubladen oder Bettkasten?
- Matratze und Topper: Sind sie im Preis enthalten?
- Bodenfreiheit beachten: Mindestens 25 cm für Schubladen nötig
- Bezugsmaterial wählen: Stoff oder Kunstleder je nach Pflegeaufwand
- Lieferung und Aufbauservice prüfen: Boxspringbetten sind schwer
- Budget realistisch einplanen: 400 bis 800 Euro für solide Erstausstattung
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um das Boxspringbett mit Stauraum habe ich hier zusammengefasst.
Lohnt sich ein Boxspringbett mit Stauraum für kleine Wohnungen?
Ja, ein Boxspringbett mit Stauraum lohnt sich besonders in kleinen Wohnungen. Du gewinnst bis zu 300 Liter Staufläche direkt unterm Bett, ohne zusätzliche Möbel zu brauchen. Gerade auf 32 m2 ist jeder Quadratmeter wertvoll. Betrachte den Aufpreis gegenüber einem normalen Bett als Investition in Ordnung und Platz.
Was passt in die Schubladen eines Boxspringbetts?
In die Schubladen oder den Bettkasten passen Winterbettzeug, Handtücher, Saisonkleidung, Decken und sperriges Zubehör. Faustregel: alles, was selten gebraucht wird, lagert gut unterm Bett. Wichtig ist, die Schubladen nicht zu überfüllen, damit sie sich leicht öffnen und schließen lassen.
Ab welcher Bettgröße macht ein Boxspringbett mit Stauraum Sinn?
Empfehlenswert ist ein Boxspringbett mit Stauraum ab einer Größe von 140×200 cm. Bei kleineren Maßen ist das Stauvolumen oft zu gering, um wirklich nützlich zu sein. Bei 160×200 cm oder 180×200 cm hast du deutlich mehr Platz und die Schubladen lassen sich besser befüllen.
Was kostet ein gutes Boxspringbett mit Stauraum?
Solide Einstiegsmodelle gibt es ab rund 400 Euro, besser ausgestattete Modelle mit hochwertiger Matratze liegen zwischen 700 und 1.500 Euro. Achte darauf, dass Matratze und Topper inklusive sind, sonst steigt der Preis schnell. Second-Hand-Angebote sind selten empfehlenswert, da Boxspringbetten stark beansprucht werden.
Schubladen oder Bettkasten: Was ist besser?
Schubladen sind praktischer für den Alltag, weil du einzeln ran kannst, ohne das ganze Bett auszuräumen. Ein Bettkasten fasst mehr Volumen, ist aber weniger komfortabel beim täglichen Zugriff. Für den Alltag empfehle ich Schubladen, für maximalen Stauraum mit seltenen Zugriffen ist der Bettkasten die bessere Wahl.
