8 ausgefallene Raumteiler selber machen
Ausgefallene Raumteiler selber machen ist eine der besten Methoden, um in einer kleinen Wohnung oder einem Studio-Apartment echte Privatsphäre zu schaffen, ohne viel Geld auszugeben. In diesem Artikel zeige ich dir 8 konkrete DIY-Ideen, die ohne Vorkenntnisse umsetzbar sind und in jeder Mietwohnung funktionieren.
Die meisten dieser Raumteiler kosten unter 35 Euro und kommen ganz ohne Bohren aus. Du findest hier Anleitungen für jeden Stil, von Makramee über Holzkisten bis hin zu Bambusstäben und Pflanzgittern. Lass uns direkt loslegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Holzkisten-Regal als Raumteiler selbst bauen

Stapele vier bis sechs unbehandelte Holzkisten asymmetrisch übereinander und fixiere sie untereinander mit je zwei Holzschrauben oder starkem Holzleim. Das Ergebnis ist ein halbhoher Sichtschutz mit Stauraum, der gleichzeitig als Regal funktioniert. Typische Maße: 80 cm breit, 120 cm hoch, 30 cm tief.
Holzkisten kaufst du in Baumärkten oder auf Flohmärkten für 3 bis 6 Euro pro Stück. Schleife die Oberflächen kurz mit Körnung 120 an und öle sie mit Holzöl für eine saubere Optik. In meiner ersten Wohnung in München habe ich sechs solcher Kisten von einem Flohmarkt für insgesamt 14 Euro genommen und damit Wohn- und Schlafbereich optisch getrennt, das hat sofort funktioniert und sieht nach drei Jahren immer noch ordentlich aus.
Für mehr Stabilität kannst du eine dünne Sperrholzplatte als Rückwand einsetzen. Stelle Pflanzen, Bücher oder Körbe in die offenen Fächer, damit der Raumteiler doppelt nützlich wird.
Einkaufsliste: Das brauchst du für deine DIY-Raumteiler
- Maßband und Bleistift für Planung
- Holzleim oder Spaxschrauben je nach Variante
- Dekohaken oder Spannhaken für die Decke
- Schleifpapier Körnung 120 für Holzteile
- Baumwoll- oder Leinenstoff nach Wahl
- Makramee-Kordel 3-4 mm für Knüpftechniken
- Terrakotta-Töpfe für Pflanzenvarianten
- Transparente Möbelgleiter für freistehende Elemente
2. Makramee-Raumteiler selber machen: Schritt für Schritt

Ein Makramee-Raumteiler hängt an einem Rundholz (ca. 80 bis 100 cm Länge), das du per Klebepad-Deckenkarabiner oder Spannhaken befestigst. Schneide Makramee-Kordel in 3 mm Stärke auf jeweils 4 Meter Länge zu und falte jede Kordel in der Mitte. Das Basismuster ist der einfache quadratische Knoten, den du nach einer kurzen YouTube-Anleitung in Minuten lernst.
Für eine Breite von ca. 70 cm brauchst du etwa 30 Kordeln, also 60 Stränge und rund 120 Meter Kordel insgesamt. Kordel in Naturweiß kostet im Bastelhandel etwa 8 Euro pro 100-Meter-Rolle. Der fertige Raumteiler wiegt kaum 500 Gramm und belastet die Decke nicht.
Für alle, die tiefer in DIY-Schlafzimmerprojekte einsteigen wollen: Auch viele DIY Schlafzimmer Ideen für wenig Geld nutzen Makramee als günstige Textilgestaltung. Hänge ein paar Sukkulenten in kleinen Töpfen in die untersten Kordeln, das gibt dem Raumteiler Tiefe und Leben.
Übersicht: 8 DIY-Raumteiler im Vergleich
| Typ | Materialkosten | Werkzeug | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|
| Holzkisten-Regal | 15-25 € | Keine | Mittel |
| Makramee-Raumteiler | 10-20 € | Keine | Leicht |
| Pegboard-Raumteiler | 25-40 € | Säge, Bohrer | Mittel |
| Bambusstäbe mit Stoff | 20-30 € | Keine | Leicht |
| Pflanzgitter-Raumteiler | 15-25 € | Keine | Leicht |
| Vorhang mit Seilstange | 12-20 € | Keine | Sehr leicht |
| Leiter-Raumteiler | 10-20 € | Keine | Leicht |
| Faden-Raumteiler geometrisch | 18-30 € | Bohrer optional | Mittel |
3. Pegboard als freistehender Raumteiler: Heimarbeitsplatz abgetrennt
Ein Pegboard aus dem Baumarkt (Standardmaß 60 x 90 cm, ca. 8 Euro) bekommt mit vier Holzbeinen aus unbehandelter Buche einen stabilen Stand. Die Beine schraubst du direkt in die Kanten des Bretts. Das Ergebnis ist ein freistehender Raumteiler mit Ordnungssystem, perfekt für eine Homeoffice-Ecke.
Streiche das Pegboard vor der Montage in einer matten Farbe, zum Beispiel Salbeigrün oder Anthrazit. Hänge Haken, kleine Ablagen und Stifthalter ein. Auf der anderen Seite des Teilers hängst du Pflanzentöpfe oder dekorative Körbe ein, was den Raumteiler beidseitig attraktiv macht.
Gesamtkosten: ca. 25 bis 40 Euro, je nach Holzqualität der Beine. Kein Bohren erforderlich, weil das Pegboard freistehend bleibt. Das ist eine der wenigen Varianten, die sich auch für clevere IKEA Hacks für mehr Ordnung kombinieren lässt, wenn du zusätzliche IKEA-Körbe einhängst.
4. Bambusstäbe mit Stoffpaneelen als Raumteiler nähen
Bambusstäbe mit ca. 2 cm Durchmesser bekommst du im Gartencenter für 1 bis 2 Euro pro Stab. Binde vier Stäbe mit Baumwollkordel zu einem Rahmen und spanne einen Leinenstoff darin ein, den du oben und unten durch eine Umschlagnaht führst. Drei solcher Paneele nebeneinander ergeben einen Raumteiler von ca. 120 cm Breite.
Ich habe in meiner 32 qm-Wohnung in München drei solche Paneele gebaut und damit den Schlafbereich abgetrennt. Der Leinenstoff in Naturton lässt genug Licht durch, damit der Raum nicht düster wirkt, und gibt trotzdem Sichtschutz. Gesamtkosten: 22 Euro für alles.
Aufhängen kannst du die Paneele an Spannhaken, die du an der Decke ohne Bohren einsetzt. Alternativ hältst du die Stäbe unten mit kleinen Tonkruken als Bodenankern stabil. Der Abbau dauert keine fünf Minuten, ideal für Mietwohnungen.
So gehst du vor: Die 7 Schritte zum fertigen Raumteiler
- Bereich ausmessen und Raumteiler-Position festlegen
- Material und Stil anhand von Raumbedingungen wählen
- Alle Einzelteile zuschneiden oder vorbereiten
- Grundkonstruktion aufbauen und auf Stabilität prüfen
- Oberfläche behandeln, schleifen, streichen oder ölen
- Dekorative Elemente wie Pflanzen oder Stoff ergänzen
- Raumteiler aufstellen und Position feinabstimmen
5. Pflanzen-Raumteiler: Rankgitter mit Grün begrünen
Ein freistehend Holzgitter aus dem Gartencenter (ca. 150 cm hoch, 80 cm breit, ab 12 Euro) dient als Gerüst für rankende Zimmerpflanzen. Pothos, Efeu oder Herzblatt wachsen schnell und füllen innerhalb von zwei bis drei Monaten den Rahmen gut aus.
Stelle vier bis sechs Terrakotta-Töpfe an der Basis, befestige die Triebe mit weichen Streifen aus Baumwollstoff am Gitter. Das Gitter steht einfach auf dem Boden, kein Bohren nötig. Ein Nachteil: Du musst die Pflanzen regelmäßig gießen, also etwa zweimal pro Woche kontrollieren.
Für ein Studio-Apartment ist diese Variante besonders schön, weil der Raumteiler die Luftqualität verbessert und nach Jahreszeit unterschiedlich aussieht. Mit einem solchen Pflanzgitter hast du gleichzeitig eine grüne Wand und eine funktionale Raumtrennung. Der Gesamtpreis liegt bei ca. 20 bis 30 Euro, abhängig davon, ob du die Pflanzen günstig aus dem Supermarkt oder beim Gärtner kaufst.
Mietwohnung-Check: Welche Varianten eignen sich ohne Bohren?
| Raumteiler-Typ | Ohne Bohren möglich | Leicht abbaubar | Lichtdurchlässigkeit |
|---|---|---|---|
| Makramee-Raumteiler | Ja | Ja | Hoch |
| Vorhang mit Seilstange | Ja | Ja | Hoch |
| Pflanzgitter-Raumteiler | Ja | Ja | Mittel |
| Leiter-Raumteiler | Ja | Ja | Mittel |
| Holzkisten-Regal | Ja | Nein | Niedrig |
| Faden-Raumteiler | Nein | Ja | Hoch |
6. Vorhang-Raumteiler mit Seilstange ohne Bohren
Ziehe ein stabiles Naturseil (ca. 10 mm Durchmesser) zwischen zwei Wände oder befestige es an zwei Deckenhaken mit Klebepad-Technik. Über das Seil hängst du zwei bis drei Paneele aus schwerem Leinenstoff, die du oben mit einfachen Ösen bestückst. Das Ergebnis ist ein luftiger, textiler Raumteiler für unter 20 Euro.
Achte darauf, dass das Seil gut gespannt ist, mindestens 8 bis 10 kg Tragkraft hat. Standard-Naturseil aus dem Baumarkt ist dafür gut geeignet. Besonders in WG-Zimmern ist diese Variante beliebt, weil sie innerhalb von 30 Minuten auf- und abbaubar ist. Ich erinnere mich noch gut an mein WG-Zimmer während des Studiums: Ein billiger Duschvorhang auf einer Spannstange hat den Schlafbereich abgetrennt, aber ein schöner Leinenstoff wirkt deutlich edler und kostet nur wenig mehr.
Kombiniere verschiedene Stofflängen für einen gestaffelten Look oder wähle einen leicht strukturierten Stoff, der Licht filtert und gleichzeitig Wärme in den Raum bringt.
7. Leiter-Raumteiler aus Recyclingholz selbst bauen
Zwei alte Leitern oder drei bis vier Holzlatten aus Altholz genügen, um einen dekorativen Leiter-Raumteiler zu bauen. Stelle die Leiter schräg gegen die Wand oder baue einen A-förmigen Rahmen aus zwei Leitern, die oben mit einem Querholz verbunden sind. Über die Sprossen hängst du Stoffe, Körbe und kleine Töpfe.
Altholz bekommst du kostenlos oder günstig auf Kleinanzeigen-Plattformen, oft für 0 bis 10 Euro. Schleife es kurz an und behandle es mit einem dunklen Holzöl für einen rustikalen Look. Die Konstruktion steht von selbst, wenn du den A-Rahmen leicht anwinkelst. Ein freistehender Leiter-Raumteiler trägt bis zu 15 kg, genug für Pflanzen, Körbe und Textilien.
Wer noch mehr platzsparende Ideen für kleine Räume sucht, findet bei den IKEA IVAR Hacks interessante Ansätze, die sich gut mit einem Leiter-Raumteiler kombinieren lassen. Der Gesamtaufwand liegt bei zwei bis drei Stunden und die Materialkosten meist unter 15 Euro.
Schnell-Ideen für unter 20 Euro
- Holzkisten-Raumteiler: stapeln, sichern, dekorieren
- Makramee: nur ein Basismuster reicht für den Anfang
- Vorhang mit Seilstange: kein Werkzeug nötig
- Pflanzgitter mit Rankpflanzen: wächst von selbst nach
- Leiter aus Altholz: kostet fast nichts bei Second Hand
8. Faden-Raumteiler in geometrischem Muster: Skandi-Style
Spanne Baumwollfaden oder dünne Kordel in geometrischen Mustern zwischen einem Deckenhaken und einem Bodenbrett. Das Bodenbrett (ca. 90 cm lang, 10 cm breit, aus MDF) beschwerst du mit einer Steinplatte oder Ziegelsteinen, damit alles ohne Bohren stabil bleibt. Das Muster kannst du frei gestalten, Rauten, Dreiecke und Wellenlinien sind besonders beliebt.
Für den Faden eignet sich naturfarbenes Baumwollgarn in 2 bis 3 mm Stärke. Pro Strang brauchst du etwa die doppelte Deckenhöhe plus 30 cm Spielraum. Kosten: ca. 18 bis 30 Euro für Holz, Haken und Garn. Der fertige Raumteiler wirkt durch seine Transparenz besonders elegant in kleinen Räumen unter 40 qm.
Bei mir hat diese Variante auf den ersten Blick etwas gewagt gewirkt, aber nach dem Aufstellen in meiner 32 qm-Wohnung war ich überrascht, wie klar der Raumteiler Schlaf- und Wohnbereich optisch trennt, ohne das Zimmer kleiner wirken zu lassen. Gesamtaufbauzeit: etwa 90 Minuten.
Häufige Fragen
Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um selbst gemachte Raumteiler für Mietwohnungen und kleine Apartments.
Wie kann ich einen Raumteiler selber machen ohne zu bohren?
Für eine Mietwohnung eignen sich Raumteiler ohne Bohren besonders gut. Spannstangen zwischen Wand und Decke, freistehende Holzrahmen mit Füßen oder schwere Vorhangstangen mit Gegengewichten funktionieren ohne eine einzige Schraube. Auch Holzkisten-Regale und Pflanzgitter stehen einfach frei auf dem Boden.
Was kostet ein DIY-Raumteiler im Durchschnitt?
Die meisten Varianten in diesem Artikel kosten zwischen 10 und 35 Euro. Günstigste Option ist ein Vorhang-Raumteiler mit Seil (ab ca. 12 Euro). Teurer wird es bei Holzkisten oder Bambusstäben mit Metallverbindern, aber auch diese bleiben deutlich unter 40 Euro.
Welcher DIY-Raumteiler ist am einfachsten für Anfänger?
Am einfachsten ist der Vorhang-Raumteiler mit Deckenstange. Du brauchst keine Werkzeuge und keine handwerklichen Vorkenntnisse. Deckenhaken mit Klebepad, ein Rundholz und zwei Leinenstoffbahnen reichen völlig aus. Fertig in unter einer Stunde.
Wie trenne ich Schlaf- und Wohnbereich in einem Studio-Apartment?
In einem Studio-Apartment trennt ein halbhoher Raumteiler aus Holzkisten die Bereiche optisch, ohne den Raum zu verdunkeln. Alternativ funktioniert ein Pflanzgitter mit rankenden Pflanzen hervorragend, weil es gleichzeitig Sichtschutz und Dekoration bietet.
Welche Materialien brauche ich für einen Makramee-Raumteiler?
Für einen Makramee-Raumteiler brauchst du Makramee-Kordel in 3-4 mm Stärke, ein Rundholz als Aufhängestange (ca. 80-100 cm), eine Schere und einen Deckenkarabiner. Als Menge reichen für einen ca. 80 cm breiten Vorhang etwa 100-150 Meter Kordel aus, je nach Muster.
